Viele Tore aber leider keine Big Points in Flein

TV Flein – SG Schorndorf 42:35 (21:20)

Wenn man Auswärts 35 Tore erzielt sollte man ein Spiel eigentlich gewinnen. Wenn man allerdings 42 Tore zulässt ist es nahezu unmöglich zu punkten. 77 Tore in 60 Minuten spricht für ein temporeiches Spiel mit vielen Abschlüssen aber auch für 2 Mannschaften die sich mehr auf den Angriff als auf die Abwehr konzentrieren.

Mit hohem Tempo starteten beide Teams und zunächst konnte Schorndorf ein Tor vorlegen, welches aber im direkten Gegenzug wieder ausgeglichen konnte. Obwohl beide Torhüter auch noch den ein oder anderen freien Wurf parieren konnten fielen in den ersten 15 Minuten bereits 22 Tore. Nach dem 11:11 war es an den Gastgebern vorzulegen und konnte beim 14:12 erstmals mit 2 Toren in Front gehen. Gegen das Zusammenspiel mit dem großgewachsenen Kreisläufer, Christian Joos fand man kein Mittel und so setzte sich Flein bis zur 26. Minute auf 20:16 ab. Doch die Daimlerstädter ließen sich nicht abschütteln und konnten mit 3 Toren in Folge, 2 davon vom besten Torschützen Alexander Gora zum 20:19 verkürzen. Adrian Wehner setzte den Schlusspunkt in der ersten Hälfte zum 21:20.

In der Halbzeitpause wurde die nachlässige Abwehrarbeit thematisiert. Mehr Härte und mehr Beinarbeit im Abwehrverbund wurde von den Trainern für die zweiten 30 Minuten gefordert. Doch die zweite Hälfte ging mit munterem Tore werfen auf beiden Seiten weiter wobei Flein etwas besser in Durchgang startete. Immer wieder war es Joos der am Kreis in Szene gesetzt wurde oder Marius Braun der durch 1 gegen 1 Situationen zum Torerfolg kam. 2 Minutenstrafen und 7-Meter Entscheidungen wurden leider nur einseitig auf Schorndorfer Seite entschieden und so musste man in der 45 Minute in doppelter Unterzahl agieren. Philip Oehm setzte gekonnt seine Schnelligkeit ein und konnte trotz der Unterzahl Tore für seine Farben erzielen. Nach 50 gespielten Minuten nahm Trainer Kästle eine Auszeit um seine Mannschaft für die letzten 10 Minuten, beim Stand von 35:31 nochmals einzustellen. Flein hatte seine Abwehr nun etwas offensiver aufgestellt und so langsam musste man dem hohen Tempo Tribut zollen. Durch technische Fehler und unplatzierte Würfe wurden die Gastgeber zum Kontern eingeladen und konnten so Tor um Tor davon ziehen. Beim 38:32 in der 54 Minute war eine Vorentscheidung gefallen. Durch eine zweite Auszeit wollten die Schorndorfer den Lauf der Fleiner nochmals stoppen und zu einer finalen Aufholjagd starten. Schnelle Torabschlüsse waren gefordert um noch etwas zählbares mit nach Hause zu nehmen. Leider konnte der gut aufgelegte Keeper noch einige Wüfe entschärfen und so siegte Flein am Ende mit 42:35.

Die Schorndorfer müssen sich vorwerfen lassen das man über das komplette Spiel nicht in eine kompakte Abwehrformation gefunden hat und nicht als Einheit agiert hat. 42 Tore sprechen eine deutliche Sprache.

Da die Konkurrenz dieses Wochenende im Abstiegskampf fleißig gepunktet hat wird es wohl bis zum letzten Spiel spannend bleiben. Am kommenden Sonntag kommt mit die, bereits als Absteiger feststehende SG Degmarn-Oedheim nach Schorndorf. Dies ist ein absoluter Pflichtsieg um den Klassenverbleib weiterhin in der eigenen Hand zu haben.

Weber, Hönnl, Steiner, Schuller, Mack (3), Kästle (3), Bajrovic (1), Pflug (2), Oehm (5), Beller (5), Gora (10), Wehner (4), Niederer (2), Dannenmann