SG Schorndorf – Hbi Weilimdorf/Feuerbach 29:30 (14:16)

15 Minuten Handball spielen reicht nicht für einen Sieg.

Die Saison neigt sich dem Ende. Während die SG Schorndorf auf Tabellenplatz 3 mittlerweile wohl keine Chancen mehr hat ganz oben mit zu mischen, geht es in der unteren Tabellenhälfte heiß her. Alle Mannschaften bis Platz 6 können theoretisch noch Absteigen.

Auch die Hbi Weilimdorf/Feuerbach befindet sich in dieser Tabellenregion. Letzte Woche schaffte das Team von Trainer Michael Zimmermann einen Punktgewinn gegen die TSF Ditzingen und auch in Schorndorf wollten Sie zeigen, was Sie können.

Schonrdorf eröffnete die Partie mit einem Doppelschlag von Alexander Gora und das Spiel ging munter hin und her. Nach 9 Minuten konnten die Gäste beim Spielstand von 5:5 ausgleichen. Schorndorf schaffte es nicht aus einer Überzahlsituation Profit zu schlagen und vor allem in der Defensive schien man mit dem Kopf nicht bei der Sache zu sein. Ein 5:0 Lauf der Gäste brachte Sie mit 5:10 in Front. Erst Robert Steiner konnte per 7-Meter die 8 Minütige Torflaute beenden. Allerdings schienen die Gäste wacher zu sein und konnten immer wieder die Schorndorfer Abwehr ausspielen und sich gute Wurfpositionen erarbeiten. Im Schorndorfer Angriffsspiel lief wenig zusammen. Überhastete oder ungenaue Würfe waren öfters leichte Beute für den Torhüter oder den großgewachsenen Innenblock. Über ein 10:14 konnte man sich bis zur Halbzeitsirene auf 14:16 heranarbeiten.

In der zweiten Hälfte ordnete Trainer Christian Schüle eine Manndeckung gegen den Weilimdorfer Spielmacher Jan Diller an. Was zunächst auch Wirkung zeigen sollte. Ballverlust der Gäste und wiederum Alexander Gora zum 15:16 Anschlusstreffer. Doch Schorndorf bestrafte sich selber durch unsaubere Abwehrarbeit und häufig dem berühmten „Schritt zu spät“ dezimierte man sich immer wieder selbst. In der 36 Minute sogar eine doppelte Zeitstrafe und Schorndorf war nur noch zu 4 auf dem Feld. Wilimdorf spielte die Überzahlsituation souverän aus und konnte das Ergebnis auf 16:21 hochschrauben. Schüle nahm erneut eine Auszeit. Er stellte seine Mannschaft neu ein und brachte mit Janik Dannenmann und Simon Kubica zwei Youngster aufs Spielfeld, die Ihr Sache sehr gut machten. Auf einmal fingen die Schorndorfer vorne zusammen zu spielen und immer wieder in die Tiefe zu stoßen. In der 55 Minute konnte man erneut den Anschluss beim 25:26 erzielen und Weilimdorf wurde mit einer 2-Minuten Strafe bestraft. Allerdings konnte man auch aus dieser Überzahlsituation kein Kapital schlagen und Weilimdorf konnte weiterhin Tore erzielen. Den Ausgleich konnte man leider nicht mehr erzielen ansonsten wäre Weilimdorf vielleicht nochmal nervös geworden. 30 Sekunden vor Schluss erzielte Robin Wegfahrt per 7-Meter das entscheidende 28:30. Alexander Gora konnte erneut verkürzen aber die restlichen 17 Sekunden konnten die Gäste ohne Ballverlust herunterspielen.

Am Ende gewinnt Weilimdorf knapp aber verdient in Schorndorf, da Sie über weite Strecken des Spiels den besseren Handball spielten. Schorndorf konnte nur in den letzten 15 Minuten überzeugen, doch in dieser Liga gewinnt man gegen keinen Gegner mit 15 Minuten gutem Handball.

Heiko Busse, Benjamin Hönnl, Robert Steiner (6/6), Philip Oehm (1), Maurice Luks (1), Simon Kubica (2), Felix Kästle (2), Baxi Bajrovic, Sascha Pflug, Armin Beller (2), Alexander Gora (10), Dennis Hämmer (1), Stefan Niederer (2), Janik Dannenmann (2)