SV Fellbach – SG Schorndorf 39:30 (22:16)

Schorndorf raus aus Aufstiegsrennen

Nachdem man vergangene Woche eine bittere Niederlage in Ditzingen hinnehmen musste, war man zu Gast bei dem Tabellenführer in Fellbach. Unter der Woche arbeitete man akribisch an den von Ditzingen deutlich aufgezeigten Schwächen um sich in Fellbach für das knapp verlorene Hinspiel zu revanchieren.

Die Partie startete furios, beide Mannschaften schienen sich auf Ihr Angriffsspiel zu konzentrieren und auf beiden Seiten fand der Ball meist bereits nach wenigen Treffern den Weg ins Tor. Schorndorf spielte von Beginn an mit einer Manndeckung gegen den Fellbacher Spielmacher Moritz Schäfer. Diese Maßnahme sollte am Anfang auch seine Wirkung zeigen. Über ein 1:3 konnte Fellbach beim 3:3 in der 5 Minute wieder ausgleichen und anschließend selbst mit 2 Toren in Führung gehen. Doch Schorndorf ließ sich nicht abschütteln und Stefan Niederer konnte nach einem geklauten Ball direkt nach einem Fellbacher Anspiel zum 8:8 ausgleichen. Nun folgte leider ein Phase in der die Unparteiischen in das Spielgeschehen einmischten. Mehrere fragliche Entscheidungen brahcte Fellbach immer wieder in Ballbesitz und die Folge waren 6 Torlose Minuten für Schorndorf. Fellbach nutze die Gunst der Stunde und konnte sich auf 4 Tore (12:8) absetzen. Trainer Christian Schüle nahm seine erste Auszeit und versuchte seine Mannschaft neu einzustellen. Allerdings mussten die Schorndorfer immer wieder in Unterzahl agieren und so hatte man es schwer sich gute Wurfpositionen herauszuspielen. Hingegen Fellbach in Überzahl sogar noch den 7 Feldspieler brachte und mit 2 Mann Überzahl bereits nach wenigen Pässen clever zum freien Wurf kommen konnte. Beim Spielstand von 22:16 wurden die Seiten getauscht.

Viel hatte man sich in der Pause vorgenommen und wollte befreit aufspielen, da man bei einem 6 Torerückstand nichts mehr zu verlieren hatte. Allerdings war man im Abwehrzentrum immer wieder zu passiv und so hatten auch die Schorndorfer Torhüter einen schweren Stand in dem Spiel. Auf der anderen Seite steigerte sich Manuel Weimann im gegnerischen Spiel und konnte nun auch einige freie Würfe von Schorndorf entschärfen. Nach 40 gespielten Minuten betrug der Rückstand bereits 9 Tore. Robert Steiner zeigte erneut seine Treffsicherheit und konnte 5 von 6 7-Meter verwandeln. 8 Zeigerumdrehungen später war man bereits mit 11 Toren im Hintertreffen und Schüle zog die nächste grüne Karte. Doch auch diese Auszeit sollte keine Wirkung zeigen. Näher als auf 9 Tore kam man an den Ligaprimus nicht mehr heran. Denn Schlusspunkt zum Endtand von 39:30 setze Armin Beller per 7-Meter.

Fellbach gewinnt völlig verdient das Spitzenspiel. Schorndorf schaffte es nach dem Rückschlag in Ditzingen leider nicht an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Leider muss man aber auch sagen, das vor allem in der ersten Halbzeit einiges gegen die Gäste aus der Daimlerstadt gepfiffen wurde. Auch wenn man sich wohl Endgültig aus dem Relegationsrennen verabschiedet hat heißt es die guten Leistungen der Saison in den verbleibenden Spielen zu bestätigen und sich den 3. Tabellenplatz zu sichern.

Heiko Busse, Benjamin Hönnl, Robert Steiner (5/5), Maurice Luks, Simon Kubica (1), Felix Kästle (1), Baxi Bajrovic (4), Sascha Pflug (1), Philip Oehm (3), Armin Beller (4/1), Alexander Gora (7), Dennis Hämmer (1), Stefan Niederer (3), Janik Dannenmann